Aus der Forschung

Online-Befragung zum Thema Medien von und für MigrantInnen

Andreas Zick und Jörg Heeren vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung führen im Rahmen des Forschungsprojekts Muslims in the European Mediascape eine Online-Befragung zum Thema Medien von und für MigrantInnen durch. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Online-Befragung teilzunehmen und den Link zur Umfrage (http://www.unipark.de/uc/medien-muslime-islam) zu verteilen.

Cyberbullying bei Schülerinnen und Schülern

Cyberbullying ist eine Bedrohung, der Schülerinnen und Schüler ausgesetzt sind, sobald sie Internetanwendungen und Mobiltelefone nutzen. Im Rahmen des vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung geförderten Forschungsprojekts Cyberbullying bei Schülerinnen und Schülern werden Jugendliche zu ihren Erfahrungen und ihrem Umgang mit Cyberbullying befragt. Das Ziel der Untersuchung ist ein besseres Verständnis der subjektiven Wahrnehmung von Cyberbullying und der individuellen Strategien im Umgang mit Cyberbullying.

Entwicklungspfade jugendlicher Gewalttäter

Soeben ist eine neue Ausgabe der Zeitschrift Soziale Passagen erschienen. Für diese Ausgabe wurde ein Manuskript von mir angenommen, das die Entwicklungspfade der Gewalttätigkeit männlicher Jugendlicher aus anerkennungstheoretischer Perspektive untersucht.

Politisch motivierte Straftaten - rechts

Politisch motivierte Straftaten - rechts

Nachdem vor einigen Tagen der Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2009 veröffentlicht wurde (PDF), habe ich die unter anderem hier veröffentlichte Abbildung aktualisiert. Im Jahr 2009 sind weniger Gewalt- und sonstige Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ registriert worden.

Religiösität und Vorurteil

Beate Küpper und Andreas Zick haben einen international vergleichenden Survey zu Religiosität und Vorurteilen in Europa veröffentlicht (PDF, siehe unten). Insgesamt wurden in acht europäischen Ländern (Britanien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Portugal und Ungarn) 8026 Personen über 16 Jahren befragt. Die zentralen Ergebnisse der Studie werden wie folgt zusammengefasst (S. 14f.):

Rechtsextremistisch motivierte Straftaten

Rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Straftaten

Die Abbildung zeigt die Entwicklung rechtsextremer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Straftaten in Deutschland in verschiedenen Hellfeldstatistiken.* Zwar müssen die dargestellten Zeitreihen wegen mehrfach veränderter Erhebungskategorien vorsichtig interpretiert werden,** doch es ist deutlich zu erkennen, dass rechtsextremistische Straftaten zwischen 1991 und 1993 sprunghaft angestiegen sind. Ab Mitte der 1990er Jahre ging die Anzahl der Vorfälle leicht zurück, zum Ende der 1990er stieg die Anzahl aber wieder an und erreichte im Jahr 2000 einen neuen Höhepunkt.

Aus aktuellem Anlass

Nach dem Schulamok von Tim K. in Winnenden haben Medien und Politik wieder schnell einen Schuldigen gefunden: Killerspiele! Na klar, Killerspiele waren ja auch schon Schuld an den Amokläufen in Erfurt und Emsdetten.

"Killerspiele" - Ursache für Jugendgewalt?

Wenn Jugendliche extreme Gewalttaten begehen, wird in Nachrichtensendungen (vor)schnell nach einfachen Erklärungen gesucht. Möglichst nach solchen, die sich in ein maximal 90-sekündiges Feature pressen und mit überzeugenden und zudem lizenzfreien Bildern untermalen lassen. Da nimmt es kaum Wunder, dass die so genannten Killerspiele als Ursache für Jugendgewalt (und anderes Übel) herhalten müssen.

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